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Putzpoesie – Interview mit Pinar Gönül

Bei einer guten Putzfassade gilt es, die große gestalterische und technische Vielfalt im Material neu zu entdecken und dem Bauwerk wieder einen individuellen Ausdruck zu verleihen.
Eine Putzoberfläche gibt ihre Rezeptur nicht preis. Man kann vielleicht die Korngrößen bestimmen und die eingesetzten Farbpigmente herausfinden, doch der Aufbau und die Rezeptur bleiben für immer verborgen.
Stellt Euch eine Putzoberfläche vor, die mit Marmormehl veredelt oder dem Muschelkalk beigefügt wurde und die nun einen wunderbar schimmernden Glanz erzeugt…
Und nun stellt Euch vor, Ihr steht vor einem verputzen Bauwerk, wo sich die Spuren des Werkszeugs, die der Handwerker mit der Hand geführt hat, für immer erhalten haben und Ihr erfahrt den Glanz und den Schimmer an der Putzoberfläche und erahnt vielleicht in diesem Moment woher all diese edlen Materialien kommen könnten: Das kann man als „Poesie im Material“ betrachten, bei mir stachelt es die Experimentierlust an.

Der erste Teil eines dreiteiligen Interviews mit Pinar Gönül von putzpoesie.de ist hier zu finden.